Dienstag, 7. April 2015

181. - 185. Tag - Rainbow Beach - Fraser Island - Rainbow Beach

Auf der Fahrt von Noosa nach Rainbow Beach mussten wir leider tanken, und da wir uns nicht sicher waren, wann die naechste kommt, sind wir zu einer filmreifen Outback-Tankstelle. Diese war ziemlich abgeranzt und ueberteuert, aber uns blieb nichts anderes uebrig.
In Rainbow Beach angekommen sind wir erstmal an dem Hostel, wo wir campen und fuer die Tour einchecken sollten vorbeigefahren, da es doch ziemlich unterging neben den ganzen anderen Backpacker Unterkuenften in der Strasse. Wir haben unser Auto erstmal vor dem Eingang geparkt, wo wir eine Kokosnuss fanden. Nachdem wir eingecheckt und unser Zelt in deren Garten aufgebaut hatten, mussten wir uns die Zeit bis zu unserem Briefing fuer die Tour vertreiben. Die meiste Zeit haben wir darauf verwendet, die Kokosnuss zu oeffnen. Als Alex es dann endlich mit viel Kraft und seinen gutem Tauchermesser geschafft hat, konnten wir lecker Kokosnussmilch schluerfen und Fruchtfleisch geniessen. Danach haben wir uns unter die Menschen gemischt. Einer der Langzeit Besuchern hat seine Schlangen mitgebracht und herumgereicht. Damit kontne ich leider nicht ganz so viel anfangen und als sie eine davon in die Freiheit direkt auf einen Baum beim Hostel entlassen hatten, begann das Kopfkino. (Wir hatten zum Glueck nichts in unserem Zelt :D)
Wir haben uns damit zufrieden gegebne, einen Blue-Tongue- Lizard zu streicheln (Alex hatte ihn sogar auf der Hand).
Bei der ganzen Aktion haben wir ein englisches Paerchen kennengelernt, mit dem wir dann auch in eine Gruppe fuer die Fraser Island Tour eingeteilt wurden. Wir haben uns auf anhieb gut verstanden und waren auch heilfroh keine rein deutsche Gruppe zu haben (wir waren sogar die einzigen in unserem Auto). Alle anderen Teams bestanden aus mindestens vier Deutschen, aber da kam uns unser Vegetarisch-Sein zu gute. Wir waren naemlich noch mit drei Schotten in einem Auto, welche auch kein Fleich essen. Zudem hatten wir eine weiter Englaenderin dabei, aber sie und das Paerchen haben sich fuer die drei Tage damit einverstanden erklaert vegetarisch zu leben. Nach einer kurzen Kennenlernen-Runde und der Einweisung fuer die 4x4, die wir auf Fraser fahren wuerden, musste jede Truppe fuer die Tage auf der Insel einkaufen. Wie man sich das vorstellen kann, war das ein lustiges Chaos - kauft man zu wenig? - kauft man zu viel? - und was ueberhaupt?
Schlussendlich hatten wir das Gefuehl, wir waeren gut ausgestattet und es ging zurueck zum Hostel. Danach gingen wir alle eigentlich direkt ins Bett, um fuer die aufregenden naechsten Tage fit zu sein.

Der Morgen begann damit, dass wir uns mit den Leuten unseres Auto getroffen haben, um Sandwiches fuer den Nachmittag zu schmieren - erstaunlicherweise haben wir wie Maschinen am Fliessband gearbeitet und es war alles super schnell fertig. Also hiess es nur noch gut fruehstuecken und dann auch schon die Autos beladen. Zunaechst ging es ueber langweilige Strassen zu der Faehre, um auf die nicht allzu weit entfernte Insel ueberzusetzten. Dann ging es aber auch schon los mit der wilden Farht. Fraser Island ist die groesste Sandinsel der Welt und somit auch nur mit 4x4 befahrbar. Dies hat sich schon auf den ersten paar Meteren bemerkbar gemacht, da wir ueber lockeren Sand fahren mussten, bei dem sogar die Gelaendewagen heftig geschlingert haben.Bevor wir zu unserem Campingplatz gefahren sind, haben wir schon unseren ersten Sightseeing-Spot angesteuert. Dieser war der "Lake McKenzy", ein Regenwasser See, welcher keine Tierchen enthaehlt und super klar ist. Gepaart mit dem weissen Sand und dem tollen Setting, hat man sich wie in der Karabik gefuehlt. Nach ein paar Stunden umhergeplansche gab es erstmal unsere Sandwiches. Gleich darauf ging es zu einem Schiffsfrack, welches vor Ewigkeiten dort angespuehlt wurde. Genauso sieht es dann auch aus, da Mutter Natur es langsam aber sicher zersetzt. Nach diesem coolen Anblick haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Camp geamacht. Dort angekommen, haben wir alle unsere Zelte zugeteilt bekommen und uns fuer die Nacht eingerichtet.  Dann war auch schon Zeit fuers Abendessen. Am ersten Abend haben wir mit unserer Gruppe Pasta gemacht, aber mit iener unglaublich guten und Gemuesereichen Sosse. Der Abend verflog dann ganz gesellig mit viel Musik und Gelaber.
Bratt (unser Tourleiter) hat uns um 6 Uhr aus den Betten gescheucht, damit wir mit unseren grossen Gruppe auch zuegig loskamen. Erster Stop: Central Station. Ja ihr habt richtig gelesen, Central Station. Obwohl diese Insel nun ein Naturschutzgebiet ist, wurde dort vor einigen Jahren das besondere Holz mit einem Zug abtransportiert und zur Faehre gebracht. Bratt hat uns dann auch die Auswirkungen auf die Natur gezeigt, was wirklcih traurig war, da es auf der Insel Baeume mit einem 6m Umfang gibt, die schon Hunderte von Jahren wachsen. Leider wurden dabei auch alle Aborigines vond er Insel vertrieben und unser Tourguide hat uns ihre Heiligen Baeume gezeigt (er glaubt selber an diese religion und ist deshelb auch davon ueberzeugt, das Gari (Fraser Island) eigentlich eine Goettin ist, die zu der Insel wurde).
Danach bin ich dann gefahren! :D Es ging zu einem dereinzigen drei Felsen der Insel - Indian Rock. Auf einen sind wir hochgeklettert, da es von da oben einen wunderbaren Ausblick auf das Wasser gab, von dem man auch manchmal Haie erblicken koennen soll. Leider haben wir dies nicht getan, wvon wir wirklich enttaeuscht waren, denn wer wuenscht sich nicht seine erste Begegnung mit einem Hai von 50 Meter Hoehenunterschied.
Wir sind dann weiter zu dem "Champanger-Pool". Dieser heisst so, weil es eine Steinkuhle ist, in dem Wasser vom Meer bleibt und natuerlich auch aufgesprudelt wird, wodurch das ganze weisse Schaum-Zeug in ihm haengen bliebt. Leider war die Badezeit recht kurz, da unser Reiseleiter alle panisch aus dem Wasser gescheucht hat, als er einen "Box Jellyfish" gesehen hat. Diese Qualle ist eine der gefaehrlichsten hier in Australien, weswegen es verstaendlich war, dass auch jeder schnell aus dem Wasser gerannt kam. Immerhin konnten wir aber noch die schoene Aussicht von den Steinen aus geniessen udn ein wenig am Strand entspannen.
Danach durfte Alex fahren!!!! AHHHHH... HILFE!!! - Nein er ist wirklich gut gefahren.
Alex ist uns zu dem Tea Tree Lake gefahren. Dieser heisst so, da er aussieht wie Schwarzer Tee, was er den Tea Trees zuverdanken hat, die um ihm herum wachsen. Leider wurde es etwas kalt und es hat angefangen zu regenen, aber genau deswegen kam uns der See ganz gelegen, da er von der Sonne den ganzen Tag aufgeheizt wurde. NAtuerlich war das rauskommen eine quaelerie. Danach ging es auch shcon wieder zurueck zu dem Campingplatz wo jeder schnell zu den Duschen gerannt ist. Fuer das Abendessen hatteunsere Gruppe ein Curry eingeplant, welches auhc wirklich extrem lecker war. Energiegeladen (und die Schotten in unserer Gruppe ziemlich high) sind wir als gruppe runter an den Strand gelaufen. Bewaffnet mit Dingo-Sticks und Taschenlampen haben wir uns trotzem bei jeder Bewegung im Busch umgedreht und erschrocken. Am Strand haben wir uns in den Sand gelegt und die Sterne beobachtet. Es ist unglaublich wie viele Strenschnuppen man sieht, wenn man mal nicht so viel Licht und Luftverschmutzung um sich hat. Man konnte sogar Satelliten erblicken. Als wir alle kurz vorm einschlafen waren haben wir uns dann doch lieber auf den Rueckweg zu dem umzaeunten Campingplatz und zu unserern Zelten gemacht.
Der naechste Morgen war leider auhc schon unser letzte, weswegen die meiste Zeit mit aufraumen und weg-/ und zusammenpacken verflog. Sobald alle endlich soweit waren, sind wir zu einem ziemlich versteckten See gefarhen, zu dem mann mindestens eine 3/4 Stunde laufen musste (erst durch Regenwald und dann Sandduenen rauf und runter!). In diesem See gab es Catfishs und wennman sich gaz still hingesetzt hat, kamen kleinen Rainbowfish und haben tota Haut von einem gegessen. Bei mir gingen sie hauptsaechlich an die Fuesse und an eine frische Wunde die ich hatte (ich haette nie gedacht, dass so kleine Fische einem wirklich weh tun koennen, aber sie haben meine Haut abgezogen). Bei Alex gingen sie auf den Ruecken los, da er sich von einem Sonnenbrand noch schoen gepellt hat, war dies ein Festmal fuer die Fische. :D Der Weg zurueck war erstaunlihc anstrengend, da die Sandduene, welche wir hochmussten extrem Steil war und man das gefuehl hatte nicht vorran zu kommen. Da es so heiss warkonnten wir nicht genug von Wasser bekommen, weswegen wir zum Eli Creek gefahren sind. HIer haben wir Bodyboards und Schwimmnudeln bekommen und wir sind einen Steg entlang gelaufen um dann in das eiskalte Wasser (18 Grad) zu huepfen und uns gemuetlich zurueck zu den Autos treiben zu lassen. Leider ging es dann auch schon wiederzurueck zu der Stelle, wo wir von der Faehre abgeholt werden sollten. Auf dem Weg dort hin hatten wir alle einen kurzen Herzstillstand und Lebensangst. Die Fahrerin war ziemlich schnell unterwegs und hat versucht einer Welle auszuweichen, dabei hatte sie den Fetten Ast, der auf dem Strand lag aber fast nicht gesehen und musste diesem auhc in letzter Sekunde ausweichen. Wir habenuns alle schon auf dem Dach liegen sehen, da sowas im Sand noch viel schneller passiert. Um das ganze abzurunden, hatten die zwei Autos vor uns gebrmst, da wir die Einfahrt zum Ueberlandsweg verpasst hatten udn das hat sie auch ein wenig zu spaet gemerkt fuer unseren Geschmack. Jeder in dem Auto konnte nur noch "BREAK!!!!!" schreien. Keiner der Mitfahrer hat mehr was gesagt, bis einer sich endlich gefasst hat und versucht hat, die Situation wieder aufzulockern. Der Fahrerin war gar nicht bewusst, wie geschockt wir alle waren. Als wir dann an dem Treffpunkt der Faehre angekommen waren, sind wir erstmal alle aus dem Auto gestiegen und haben einen letzten Blick auf das Frestland von der Insel aus  geworfen. Dabei haben wir was im Wasser gesehen - keine Flosse auf dem Ruecken, also kein Hai oder Delfin - bewegt sich aber wie ein Delfin, nur viel zu langsam dafuer. Und dann kam sien Kopf zum vorschein. Es war eine Seekuh. Brett meinte es ist sehr selten eine Seekuh dort zu sehen. Frueher war dies wohl mal eine Gegend mit viel Seegras, also auhc vielen Seekuehen, dies hat sich aber dank der Menschen geaendert, weswegen kaum noch Seekuehe diese Gegend besuchen. Auf der Faehre haben wir zum kroenenden Abschluss noch zwei Delfine gesehen. Zurueck am Hostel haben wir beim BBQ des Hostels teilgenommen, da sie Veggieburger hatten. Total erschoepft von den letzten drei Tagen sind alle nach dem Essen nur noch in ihr Bett gefallen.
Leider hatte es in der Nacht geregnet, weswegen das Zusammenpacken etwas laenger gebraucht hat, da wir unser Zelt trocknen mussten. Die Zeit haben wir aber damit verbracht, festzustellen, dass das Englsiche Paerchen in die selbe richtung faehrt wie wir und wir uns ja auf dem Weg noch einmal treffen koennten. Dann ging es auch schon los in Richtung Bundaberg.
Ritter der Kokusnuss 
 
King Louis 
Joe und ein Bluetongue-Lizard
 Brumm Brumm!!
 
Lake McKanzie 
 
Seht ihr diese leichte Todesangst in Shellys Augen?  
 

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