Samstag, 21. Februar 2015

103. - 163. Tag - Phillip Island

Am 23., also ein Tag vor Weihnachten ging es dann auf nach Phillip Island. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem shopping Center vorbeigekommen, bei dem wir angehalten haben um uns ganz gehetzt doch noch ein kleines Weihnachtsgeschenk zu gönnen. Angekommen haben wir unsere Nachbarn und Mitarbeiter kennengelernt, welche alle gleich angeboten haben uns beim Zeltaufbauen zu helfen. Obwohl wir uns nicht zu schlau damit angestellt haben, haben wir es dann doch relativ schnell, ohne viel Hilfe geschafft und wir konnten anfangen uns häuslich einzurichten.
An Weihnachten sind wir an den Strand und haben dort den tag verbracht, bis wir uns am Abend bei Subway unser Weihnachtsessen geholt haben und in unserem Zelt gefeiert haben. Unser Geschenk war übrigens das Brettspiel Cluedo, womit wir dann unseren restlichen Abend verbrachten. Eigentlich sollten wir am 25. eingearbeitet werden, aber da unser Boss mit der Familie feiern wollte, wurde dieser Termin auf 5 Minuten vor Arbeitsbeginn verlegt.
Am boxing day, also der 26., ging unsere Arbeit auf dem Jahrmarkt los, da diese aber immer erst um viertel vor sechs begann, hatten wir noch zeit Cowes (der größte Ort auf Phillip Island) zu erkunden. Obwohl wir keine große Lust darauf hatten, sind wir in ein Restaurant um nach Arbeit während des Tages zu fragen und haben prompt einen Probetag für den darauffolgenden Montag bekommen. Beim Jahrmarkt haben unsere Uniform bekommen und uns wurde gezeigt,was wir zu tun haben. Alex wurde für die Waterballs eingeteilt. Diese sind große Bälle, in denen Kindern dann auf Wasser  laufen können. Er musste die Kinder in diese Bälle hiefen und dann mit einem Laubbläser aufblasen und sie natürlich dann auch ins Wasser rollen. Ich war am ersten Tag für die sogenannten "Showbags" eingeteilt, was eigentlich der einfachste Job auf dem ganzen Jahrmarkt war, da man nur Tüten mit Süßigkeiten und Merchandise verkauft. Am zweiten Tag wurde ich dann leider zu dem Stand "Ring-a-bottle" geschickt, da eine weitere Deutsche, die in unserem Team war zu unmotiviert war und keine Leute animiert hat zu spielen. Zu Ihrer Verteidigung: es ist wirklich schwer Leute für ein Spiel zu begeistern, wo jeder weiß, dass man es eigentlich kaum gewinnen kann. Das Spiel bestand darin, Ringe über Flaschenhälse zu werfen, aber wie erwartet passen diese auch nur gerade so da drüber.
So sehr ich mich auch angestrengt habe nicht zu gut zu sein und trotzdem so auszusehen, als würde ich arbeiten, war ich besser als sie und durfte nicht zurück an die Showbags. Am dritten Tag durfte ich dann an die "Bottles". Ein Spiel, bei dem man einen halb schlappen Ball bekommt und versucht 3 Metallflaschen umzuwerfen - wie man merkt, war ich von diesem Spiel auch nicht begeistert, aber es war mein Job für die nächsten 3 Wochen.  Alex musste die ganze Zeit an den Waterballs  arbeiten, wovon die ersten drei Tage aber bestimmt die schlimmsten waren, da er eine inkompetente Mitarbeiterin hatte. Einer muss immer im Wassertank  stehen, um die Kinder wieder aus dem Wasser rauszuheben. Nach den drei tagen wurde dafür aber ein Kerl namens Dave eingestellt, mit dem sich Alex schnell  angefreundet hat.
Die nächsten vier Wochen waren eine echte Tortur, bei der wir froh sind, dass wir es durchgezogen haben. Morgens zwischen 8 und 11 (jeden Tag unterschiedlich) bis halb 5 war Arbeiten im Restaurant angesagt, danach zum Glück mit freien Essen nach Hause, eben und 5 Minuten entspannen, bis es dann auf den Jahrmarkt ging, wo wir bis 11 oder halb 12 gearbeitet haben. Danach haben wir nur noch einen snack gegessen und sind ins Bett gefallen.
Einen Tag kamen wir vom Restaurant nach hause und es hat so dolle gestürmt, dass beschlossen wurde den Jahrmarkt nicht zu öffnen. Überglücklich über unseren ersten freien abend nach 2 Wochen, haben wir unseren Zeltnachbarn aus England einladen auf eine runde Cluedo, woraus kaum was wurde, da wir mehr rumgeblödelt haben als alles andere .
An Silvester war in Cowes auch richtig was los, und wir sind nach der Arbeit mit Anna und Jack (unsere Nachbarn) runter zum Strand. Leider gingen die Feuerwerke schon auf halbem Weg los, aber das war nicht schlimm, weil wir sie trotzdem gesehen haben. :)
Danach ging es 5 Wochen weiter rund um die Uhr arbeiten. Einen Tag hatten wir vom Restaurant frei und konnten einen wohltuenden Ausflug an den Strand machen (Berry beach). Mit einer vom Carnival geklauten Frisbee haben wir uns den Strandtag noch versüßt.
Als der Jahrmarkt dann zu ende war, haben wir trotzdem den Restaurant Job beibehalten, um noch weiter Geld zu verdienen. Da wir nun keinen Showground mehr hatten, auf dem wir campen konnten, durften wir in dem Garten einer super lieben Mitarbeiterin bleiben. Wenigstens hatten wir die Abende frei und konnten zum ruhigen, 2 Minuten entfernten Strand laufen und entspannen.
An meinem Geburtstag haben wir beide frei bekommen, weswegen wir gut was unternehmen konnten. Der morgen fing damit an, das die Familie, bei der wir geblieben sind, ganz viele Luftballons vor das Zelt gelegt hat, welche Alex bevor ich wach wurde ins Zelt gebracht hatte. Mit dieser Überraschung aufgeweckt, habe ich noch eine wunderschöne Wombat-Halskette von Alex geschenkt bekommen.
nach einenkurzen Frühstück sind wir in das Café, in dem wir gearbeitet haben und wollten Schokoladen kaufen, welchen wir dann aber einfach umsonst bekommen haben. Vollgegessen haben uns auf den Weg in das nächste shopping center gemacht (1 1/2 std. von Phillip island entfernt). Angekommen haben wir ein paar Besorgungen  gemacht und für mich nach coolen Schuhen geguckt. Gefunden haben dann Nike air max, welche relativ "günstig" waren, da es Kinderschuhe sind.
Zu mittag haben wir dann im dem Shoppingcenter Sushi und Subway gegessen. Eigenlich wollten wir auch ins Kino, aber leider zeigte kein Film der uns wirklich interessierte. Also haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht.
Den Tag haben wir dann mit ein paar Serien ausklingen lassen, da wir ja auch nicht zu spaet ins Bett gehen konnten, da wir am naechsten Tag wieder arbeiten mussten.
Die letzten zwei Wochen unserer Arbeit im restaurant waren der Horror, da eine Kundin sich so sehr ueber den Zustand des Restaurants beschwert hatte, dass ein Geusndheitsinspektor vorbeikam.Also hiess es fuer uns: putzen, putzen und nochmal putzen.
Am Sonntag dem 15. hatten wir es dann endlich geschafft und wir haben unseren letzten Arbeitstag mit einem billig Kuchen von Coles (der wirklich lecker war) gefeiert.
Unser Plan war bis Donners noch in Cowes zu bleiben, damit wir noch alles fuer die weiterreisen planen konnten und am Mittwoch unser letzten Paycheck abzuholen. Leider fiel der Plan wortwoertlich ins Wasser.
Am Montag sind wir noch einmal zu dem Shoppingcenter gefahren, um unser Auto einem kostenlosen Sicherheitscheck zu unterziehen und schweren Herzens unsere Fahrraeder zu verkaufen. Die Zeit, die wir auf unser Auto  warten mussten, haben wir im Shoppingcenter verbracht, wo wir noch letzte Besorgungen fuer die reise machten. Wir konnten es uns nicht verkneifen zu Mittag noch mal Sushi und Subway zu Essen, da es zu lecker war und zudem nicht zu teuer. Danach kam auch schon der Anruf, dass unser Auto bereit zum Abholen war.  Angekommen, ahbenw ir erstmal einen leichten positiven S\chock bekommen, wie wenig eingentlich mit diesen schebbingen und alten Auto falsch ist (nicht persoenlich gemeint Brucey – ja wir haben schon eine engen bindung zu unserem auto Bruce aufgebaut). Also konnten wir getrost nach Hause fahren, ohne dass unsere Illusion vom Outbacktrip im eigenen Auto zerstoert wurde.
Dienstag und Mittwoch  haben wir noch mal genutzt, um den Strand zu geniessen udn letzte Vorbereitungen zu treffen. Wie bereits erwaehnt haben wir am Mittwoch unsere Bezahlung abgeholt und wir wollten uns am darauffolgeden Tag auf den Weg machen. Leider hat es so geregnet, dass wir unser Zelt nicht abbauen und einpacken wollten, weswegen wir entschieden hatten, noch einen Tag mit der Abreise zu warten. Da wir den Donnerstag nutzen konnten, das meiste schon ins Auto zu verfrachten, ging es am Freitag ganz schnell mit dem Abbau. Kurz bevor wir Cowes dann verliessen, haben wir uns doch noch entschlossen unser grosses Zelt wegzugeben (ganz Samarita-maessig bei einem Op-Shop), um mehr Platz im Auto zu haben, da wir es wahrscheinlich eh nicht mehr gebrauchen wuerden.
Naechster Halt – Wilsons Prom.

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