Nach Mount Gambier sind wir erstmal fünf Stunden auf einer australischen Autobahn (Freeway) gefahren. Die Landschaft wurde von Adelaide aus immer trockener und außer ein paar kleinen Siedlungen gab es da nicht viel. Trotzdem kann man das noch nicht als Outback zählen. :D
Unser Auto schlägt sich auch auf solchen Strecken recht gut, nur der Spritverbrauch ist so vollgepackt leider nicht gerade gering.
In Mt Gambier gab es dann endlich wieder alle Läden an die wir sonst schon gewöhnt waren, außerdem ist es so grün wie nirgendwo anders im trockenen South Australia.
Dort haben wir uns auf dem wirklich preiswerten Campingplatz eingerichtet. Das war eine leicht chaotische Angelegenheit, da wir unsere Rucksäcke und die zahlreichen mit Proviant und anderem gefüllten Pappboxen auf den Vordersitze räumen und die darunter begrabenen Fahrräder rausholen müssen, um unsere Schlaffläche freizubekommen.
Wir waren für den ersten Versuch aber gar nicht so schlecht. :)
Mit unseren Drahteseln sind wir dann zu einem nahegelegenen Sinkhole geradelt.
Mount Gambier wurde auf einer Kalkstein Landmasse gebaut. Deshalb kann es zu unterirdischen Ausspülungen und folgenden Oberflächen-Einstürzen kommen. Als wäre das nicht genug, gab es dort auch Vulkanausbrüche, aber dazu später mehr.
Das Sinkloch ist ist stabilisiert und angelegt wie ein kleiner Park. Efeu hängt herab in den Krater und es ist wirklich beeindruckend.
Da wir spät genug abends da waren, haben wir wilde Opossums gesehen. Die waren so zutraulich, dass man sie füttern und streicheln konnte. Deren Fell ist soo super weich!! :D
Da es schon stockdunkel war, als wir zurück zu unserem mini Haus kamen, haben wir uns nur schnell einen Salat gemacht und sind danach schlafen gegangen.
Die erste Nacht im Auto war gar nicht so ungemütlich. Nur leider haben wir beim Aufstehen unsere eigene Alarmanlage ausgelöst und hatten so verpennt erstmal Schwierigkeiten die abzuschalten. 😪
Nach dem Frühstück (so wach waren wir noch nie!!🔔) haben wir im städtischen Museum einen kostenlosen Film über die vulkanischen Aktivitäten in der Region gesehen. Diese geschahen wohl alle relativ bald nach der Trennung des australischen Kontinents vom antarktischen.
Viele der Riffe an der Südküste sind aus Lava entstanden. Passend dazu gab es noch eine Ausstellung zu Schiffsunglücken der frühen Siedler an Ebenddiesen.
Bei einer lokalen Bäckerei haben wir uns noch ein super leckeres Brot abgeholt, das wir über den Campingplatz gratis bekommen haben.
Danach sind wir zum Blue Lake und um diesen herumgefahren. Ein riesiger Kratersee, der strahlend blau ist. Zum Glück hatten sich die doofen Regenwolken gerade verzogen, und wir konnten den Ausblick richtig genießen. :)
Abends haben wir uns dann noch ganz typischen Nudeln mit unserem kleinen Camping-Kocher gemacht.
Am nächsten Morgen haben wir dann unsere Sachen gepackt. Da ich das schon einmal gemacht hatte, ging das sogar recht zügig. Wir haben allerdings ein bisschen verflucht, dass wir unsere Fahrräder mithaben, weil die einfach super sperrig sind. :/
Vor der Weiterfahrt wurde es dann nochmal schön teuer, da wir tanken und einen neuen Immobilizer kaufen mussten.
Zweites ist so eine Art elektronischer Schlüssel fürs Auto, den man braucht um die Alarmanlage und eine Motorsperre abzuschalten.
Das ist wegen irgendeiner Sicherheitsvorschrift so... ohne können wir unser Auto leider nicht starten.
Der Händler hat uns aber super geholfen, denn er musste an dem alten Teil erst etwas reparieren damit wir den neuen programmieren konnten. Er hat uns Arbeitszeit aber nicht in Rechnung gestellt.
Nach diesem Spaß ging es dann endlich los nach Portland. :D
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen