Auf dem Weg zu unserem nächsten Campingplatz ging es auf einer irre kurvigen Strecke durch einen richtigen Djungle. Als wir dann der Ausschilderrung nach noch von der Straße auf eine gekieste Serpentinen-Strecke in ein Tal runterfuhren wurde es immer lustiger.
Am Grund des Tals war dann auch wirklich ein netter Platz. Sehr ähnlich zu dem in Portland, denn es gab wieder die netten Feuerstellen und die nicht so netten Plumsklos. Anders war, das ein Fluss ganz seicht in der Nähe vorbeifloss und ein Wasserhahn der mit Regenwasser lief.
Da es schon dunkel wurde haben wir schnell das Auto aus- und umgepackt und uns mit unseren Rucksäcken auf die Suche nach Feuerholz gemacht.
Es war wirklich schwierig da etwas brauchbares zu finden, da alles nass und klamm war und auch nicht viel totes Holz herumlag, das nicht schon am vermodern war.
Als wir uns dann mit gerade ausreichend bepackt auf den Rückweg machten, habe ich erschrocken feststellen müssen, dass mein Handy bei der Aktion kaputt gegangen war. Zurück am Auto wurde alles umso frustriender, da wir im totalen Funkloch waren und so nicht googeln konnten, ob irgendwo in der nächsten Stadt jemand Handys reparieren kann. Ich brauchte mein Handy aber sehr dringend um mit meiner Job-Agentur zu klären, wann ich in Melbourne arbeiten könnte.
Zum Aufmuntern sind wir dann erstmal zu den namensgebenden Stevensons Falls gewandert. Auf dem Weg hat uns ein lieber Hund begleitet, der in einem der wenigen Häuser in der Nähe wohnte. Der Wasserfall war auch wirklich schön und Wanderung tat echt gut.
Zurück dauerte es nur ewig bei der Nässe ein Feuer zu entfachen. Wir waren eh schon gestresst und dann auch noch hungrig. Das wäre dann einfach zu viel und wir fanden erstmal alles.... nicht so toll. :/ Aber es war trotzdem nicht so schlimm wie gedacht.
Natürlich habe ich nachts dann davon geträumt, dass mein Handy wieder funktioniert. -.-
Am nächsten Tag sind wir dann erstmal nach Colac, der nächsten Stadt. Nah bedeutet nur leider 70km entfernt.
Da haben wir dann erstmal neue Fressalien und einen günstigen aber trotzdem ganz coolen Hut für mich gekauft. Danach haben wir dann den einzigen Laden augesucht, der in diesem verschlafenen Ort Handy-Reparaturen anbot. Mein kompletter Bildschirm war übrigens hinüber, es wurde also einfach nix mehr angezeigt.
Die Leute waren wirklich nett und konnten das auch machen. Es war nur einfach verdammt teuer, deshalb haben wir dann erst noch geguckt ob es irgendwo ein vergleichbares Smartphone für das Geld gab. Aber alle die gut gewesen wären kosteten genau so viel wie der neue Screen. Unter dem Wert gab es irgendwie nichts preiswertes. :(
Also habe ich dann in den sauren Apfel gebissen und mein geliebtes Handy retten lassen...
Die Zeit haben wir dann genutzt um uns Colac ein bisschen anzuschauen. Die Stadt liegt an einem sehr großen See und hat einen netten botanischen Garten, an dessen Aufbau wohl auch die deutsche Gelder beteiligt waren.
Das Wetter blieb aber, um bloß nichts leichter zu machen, so wie am Vortag, so richtig bescheiden. ☔
Dann mussten wir noch für echte Wucherpreise etwas Tanken. Leider ist Colac wohl ein Ort der es sich mit BP und Konsorten verspielt hat. Denn alle Leute die wir nach günstigeren Tanken gefragt haben, konnten uns auch nur ihr Leid über diesen Zustand klagen.
Naja, mein Handy funktionierte dann wieder! :D
Zurück sind wir dann auf einem längeren Weg nochmal zum Wasserfall. Das war schon recht abenteuerlich, denn der Weg hat sich so ganz schmal durch einen ziemlich dichten Wald gewunden und der Regen tröpfelte auf das Dichte Blattwerk. An einer Gabelung standen wir dann auf einmal einem ausgewachsenen Känguru gegenüber. Das war wirklich faszinierend, denn es war gut zwei Meter groß und sah aus als bestünde es nur aus Muskeln. Wir hatten uns eh schon nicht getraut die Kamera rausholen, aber als es dann noch ganz gerade auf uns zukam, wurde uns schon etwas wunderlich.
Dann bog es aber ganz friedlich in den Wald ein und hoppste davon. :D
Bis darauf, dass unser Campfire noch länger brauchte, ging es dann also wirklich nur noch bergauf.
Beim Kochen und Essen hat uns der Regen wie durch ein Wunder verschont und der Mond hat uns geschienen damit wir wieder gut drauf sein konnten. :)
Dienstag, 23. Dezember 2014
83.- 85. Tag - Stevensons Falls
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