Mittwoch, 24. Dezember 2014

85. - 87. Tag - Kennett River

Am Morgen auf dem Campingplatz bei den Stevenson Falls mussten wir uns dann entscheiden: noch eine Nacht bleiben oder auf gut Glück los und hoffen, dass wir einen Platz zum Schlafen für die Nacht finden. Da es auf dem Campingplatz aber eh keinen Empfang gab, hätten wir gar nichts planen können und so haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind los Richtung Apollo Bay auf der Great Ocean Road. In Apollo Bay haben wir die Touristen-Information aufgesucht und nach Campingplätzen/ Hostels auf dem Weg nach oder in Melbourne gefragt. Da die Damen uns nicht wirklich weiterhelfen konnten, nutzten wir das freie W-Lan um zu recherchieren. Es war extrem schwierig ein Hostel für unseren Melbourne Besuch zu finden, da Schoolies (eine Landesweite Party der Schulabsolventen) und somit fast alles ausgebucht war. Zum Glück hat Alex einen eher Familienfreundlichen Campingplatz gefunden, wodurch wir dann wenigstens für die nächste Nacht einen Platz zum Schlafen hatten. Bevor wir los sind entschieden wir uns dann doch noch ein Hostel in Melbourne zu buchen, auch wenn dieses etwas teurer war als es uns lieb war. Aber auch dieses hatte erst drei Tage später Platz, also planten wir zwei Nächte auf dem Campingplatz ein. Nach dieser ganzen Planerei und einigen Panikattacken, haben wir uns erst mal eine halbe Stunde Pause am zehn Meter entfernten Strand gegönnt. Halb entspannt ging es dann weiter auf der Great Ocean Road Richtung Kennett River. Leider mussten wir noch mal zehn Liter überteuert tanken, da wir uns nicht sicher waren, ob wir es wirklich bis zur nächsten günstigen Tankstelle schaffen.
Die Strecke von Apollo Bay nach Kennett River war genau so, wie wir uns die Great Ocean Road eigentlich vorgestellt hatten - kurvig, extrem eng, aber super Blick aufs Meer.
Am Campingplatz haben wir uns erstmal für eine Nacht eingebucht. Gerade als wir dabei waren unser Auto Schlafgerecht zu packen, haben wir kennengelernt, wofür dieser Campingplatz bekannt ist. Mehrere Papageien haben sich auf unser Auto gehockt und uns erwartungsvoll angeguckt. Natürlich sind sie ganz schnell wieder weg als sie gemerkt haben, dass wir nichts zu Essen für sie hatten. Bei unserer Erkundungstour haben wir uns entschlossen eine weitere Nacht zu buchen, da die Toiletten und Duschen wirklich ordentlich waren und das es sogar eine Küche gab. An der Rezeption mussten wir nachfragen, wo wir denn Empfang bekommen könnten, da wir schon wieder in einem kleinen Funkloch festsaßen. Damit konnte der Mann uns leider nicht weiterhelfen, aber dafür hat er uns verraten, dass es freies WLAN gibt. Danach sind wir an den Strand, der so nah war, das wir nur die Straße überqueren mussten. Der Spaziergang war extrem entspannend nach so viel Panik. Zurück am Campingplatz sind wir in die Küche um zu kochen, wo wir zwei Schoolkids kennengelernt haben. Nach 2 Stunden unterhalten hat sich ein deutsches Paar zu uns gesellt, mit denen wir Erlebnisse und Tips austauschen konnten für unsere Reisen. Vollgemampft ging es dann auch ab ins Bett, wo wir es erst mal mit gefühlt 100 Mücken im Auto herumschlagen mussten. Nach dem wir mit unserem Insektengift gesprüht hatten konnten wir dann auch endlich schlafen (die Mosquitoes für immer :D).
Der nächste Morgen fing ganz entspannt mit einem Strandspaziergang an. Nach dem Frühstück haben wir weitere Planungen in Angriff genommen und das Wifi ausgenutzt. Gegen Mittag haben wir uns auf dem Weg gemacht den Berg direkt am Camp hinaufzulaufen und die vielen Koalas zu beobachten. Hierbei haben wir einen Kerl aus Sri Lanka,der jetzt in Amerika lebt und eine Amerikanerin, die jetzt in Frankreich lebt kennengelernt. Mit denen zusammen haben wir einige witzige Koalas beobachtet, bis sich unsere Wege wieder getrennt haben und wir weiter hinauf sind. Wir sind erst umgedreht, als wir fast von einem Koala angepinkelt wurden, der direkt über der Straße auf einem Ast saß.
Wieder am Auto angekommen konnte Alex mich zu Sporttraining am Strand überreden. Dieser Abend verflog dann auch nur noch mit Duschen, Essen und bettfein machen.
Unser Plan war eigentlich nicht zu spät am nächsten Morgen loszukommen, was nicht ganz eingehalten wurde, da wir noch Fotos von den Papageien machen wollten.

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