Dienstag, 9. Dezember 2014

77. - 80. Tag - Portland

Von Mt. Gambier sind wir dann mehr auf gut Glück nach Portland gefahren, da wir noch nicht wirklich einen Plan hatten, wo genau wir da bleiben können. Also haben wir erst mal die Touristen Info angesteurt, die uns dann auch einen KOSTENLOSEN Campingplatz empfehlen konnten. Bevor wir dahin sind, sind wir aber zum Cape Nelson gefahren. Hier steht ein Leuchtturm an einer Steilküste und da es recht windig war, waren kaum Leute da. Also konnten wir den Ausblick richtig genießen. Da wir beide ziemlich hungrig waren und wir uns auf dem Campingplatz noch einrichten wollten bevor es zu dunkel wurde sind wir dann auf zum Campingplatz. Auf dem weg haben wir 2 Echidnas neben der Straße gesehen, obwohl diese Tiere wohl eigentlich extrem Schüchtern sein sollen. Am Campingplatz haben wir erstmal festgestellt, dass die Toiletten, von denen die Rede was auf einem Zettel von Touri-Info, nur Plumsklos waren. Spätestens hier wir uns klar, das wir die nächste Zeit unter eher unhygienisch Bedingungen verbringen werden 😀. Nachdem wir mit dem umräumen unseres Autos fertig waren (was wir inzwischen ziemlich gut draufhatten), haben wir uns Essen in einer der im Boden eingelassenen Feuerstellen gemacht. In einer dieser Feuerstellen brannte noch ein Feuer, welches wir dann einfach benutzt haben. Wir haben uns Kartoffeln in alufolie gewickelt und in die Glut gelegt. An den Festessen gibt es Metallplatten, Elche man über das Feuer drehen kann, worauf wir uns einen Topf mit Baker beans gestellt haben. Ein anderer Camp kam aus seinem Campervan  raus und hat uns komisch angemacht, dass wir sein Feuer benutzen, weswegen wir dann doch unseren kleinen Gaskocher für den Topf rausholen mussten. Ein anderer Camper cam aus seinem Van und einfach angefangen mit uns zu übrigens alles mögliche zu reden. Ein ziemlich interessant Mann, der auch ein wenig Deutsch konnte. Zum Essen hat uns allerneuesten und als wir fertig waren hat er uns einer großen Gruppe von Senioren vorgestellt, die sich jedes Jahr zum Campen treffen. Den Abend haben wir dann zusammen mit dieser Gruppe vor ihrem Feuer verbracht. Eine Frau hat uns gesagt, dass wir zu ihr fahren können, um uns Koalas in ihrem Backyard angucken und ein Paar aus Warrnambool hat uns angeboten bei Ihnen zu übernachten, wenn sie wieder zurück sind. Dann haben wir uns auch relativ bald in unsere Koje zurückgezogen.
Am nächsten Tag haben wir die erste Zeit damit verbracht das haus der Frau vom Vorabend zu finden, doch als wir es endlich gefunden hatten war niemand zu hause. Also ging es weiter zu Cape Brightwater, wo wir eine Wanderung zu einer Seehunfkolonie gemacht haben, die sich für das ganze Jahr an dieser Küste breit machen. Man kam leider nicht nah an sie ran, da es eine Steilküste war, aber von einer Aussichtsplattform aus hatte mein einen guten Blick auf die robbenden Seehunde. Als wir uns wieder auf den Rückweg gemacht haben stand plötzlich ein Koala am Straßenrand und ist auch nicht weggeschickt als wir mit dem Auto vor ihm gezogen sind um ein gutes Foto zu erhaschen. Als wir ausgestiegen sind ist er auf die andere Straßenseite auf den nächstbesten Baum den er finden konnte und hat noch mal schön für uns gepost.
Dann sind wir wieder zum Campingplatz zurück und sind eine kleine Runde gelaufen und haben ein bisschen Feuerholz geholt um das Feuer von einem anderen Camper am laufen zu halten. Zurück am Auto haben wir ein Wallaby mit einem Baby im Beutel entdeckt was Alex mit etwas Geduld am ende auch füttern konnte. Als es dann schon zutraulich genug war, hat es sich auch von mir füttern lassen. Strecken lassen wollte es sich allerdings nicht und wir durften dem Baby auch nicht zu nahe kommen. Nach dem Essen (Salat, Nudeln und Linsensoße - richtig gourmet camping essen) haben wir uns wieder zu den Leuten gesellt. Sie haben uns cracker gegeben, womit wir kleine Papageienvögel gefüttert haben. Als es dunkel wir haben sie uns einen "Billy Tea" angeboten. Das wäre einfach schwarztee, der in einem Zirkel im Feuer gemacht wurde und am Ende geschleudert wurde, damit die Teeblätter an en Boden gedrückt werden. Da die Gruppe am nächsten tag wegfahren wollte haben wir das eine Paar noch gefragt, ob wir ihr Angebot annehmen können und am Samstag (es war Donnerstag abend) bei ihnen einschneien können. Herzlicher wurde ich noch nie eingeladen.
Am nächsten Tag haben wir die Stadt Portland erkundigt und einige spannenden Geschichten über die Rettung von Seeleute erfahren. Wir sind noch schnell zum Supermarkt um uns ein Feuerzeug zu holen, um unsere eigenes Feuer machen zu können.
Nach Dr Stadttour  sind wir zum Yellow Rock, was eigentlich nur ein Strand mit coolen Steinen war. Hier haben wir super gefilterte Regenwälder aus den Steinen getrunken. Zumindest denken wir das und es ging uns danach ja auch nicht schlecht 😃.
Zurück am Campingplatz haben wir Feuerholz für unser erstes eigenes Feuer gesammelt. Auf dem weg haben wir noch einen Koala gesehen, der aber nicht ganz so Fotogen war.
Der nächste morgen hat etwas anders gestartet. Bob und Marion (das Paar aus Warrnambool) haben mich angerufen und gesagt, dass sie nach Melbourne müssen um ihre Tochter zu pflegen, welche gerade erst ein Baby bekommen hatte, aber sie würden uns den Schlüssel zu ihrem Campervan unter einem Topf im Garten lassen und wir könnten darin so lange bleiben wie wir wollen. 😮 Das Angebot konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Also sind wir auf in Richtung Warrnambool, was übrigens sehr praktisch für uns war, da es die erste Stadt auf der Great Ocean Road ist, welche wir ja abfahren wollten. Na gut, es gibt da einen kleinen Streit ob sie wirklich dazu gehören, aber die Stadt ist davon überzeugt.

1 Kommentar:

  1. Ihr süßen Knuffelmäuse, dass ist so toll, was ihr dort alles erlebt. Es macht immer wieder Spaß eure Berichte zu lesen.
    Ich hab euch ganz doll lieb - bis zum Mond und zurück ;-) <3...Moni

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