Der zweite Tag im Trainingscenter begann mit der Poolsession. Diesmal ging es auf den Poolgrund (ca. 4m) und wir mussten die Übungen vom Vortag wiederholen und es kamen ein paar neue dazu. In der Mittagspause sind wir alle zusammen zu einem Burgerhaus Essen gegangen, was uns erst natürlich gar nicht gefiel, da wir nicht so viel Geld ausgeben wollten. Aber als wir die lecker Veggieburger dann bekommen haben, waren wir ganz froh, dass wir halb gezwungen wurden :D. Nach diesem Festmahl haben wir uns die letzte Lektion des Buches vorgenommen und mussten dann auch schon den Test schreiben. So hätte ich mir das Abi gewünscht: Multiple-Choice Fragen, wir durften das Buch benutzen, wir durften Reden und wir durften unseren Lehrer fragen. Er wollte, dass wir lieber ihn fragen und es danach verstehen. Natürlich hat so jeder bestanden und wir konnten uns auf den nächsten Tag freuen, an dem es endlich ins Meer ging! Am Abend haben wir uns noch schnell mit reichlich Anti-Kotztabletten eingedeckt und haben unserer Daypacks gepackt.
Morgens ganz früh wurden wir dann abgeholt, um an Board zu gehen. Unsere Kabine war wirklich nett mit gescheiten Betten und einer Aircon (so viel angenehmer als auf den Whitsundays!). An Board gab es dann erst mal Frühstück und während sich alle am Buffet bedient haben fuhren wir Richtung Outer Reef. Nach 3 wirklich schaukeligen Stunden, bei denen selbst Alex froh war eine Tablette genommen zu haben, waren wir an unserem ersten Riff angekommen. Wir haben schnell besprochen, was wir unten im Meer machen werden und dann ging es auch schon los. Das Equipment war bei dem Wellengang nicht mehr ganz so einfach, wie am Pool, aber schnell waren wir startklar und sind ins Wasser gesprungen. Der erste Tauchgang ging erst nur bis 6m, da wir unteranderem noch einige Notfall-Auftauchübungen machen mussten, beim wieder runter gehen sind wir aber 14m tief getaucht. Zurück an Board gab es lecker Mittagessen. Der zweite Tauchgang und damit auch der letzte des Tages ging nicht mehr ganz so tief (man soll immer mit seinem tiefsten Tauchgang beginnen). Dies war aber auch nicht ganz so schlimm, da wir noch weitere Übungen machen mussten. Danach gab es wieder was zu Essen :D. An dem Tag durften wir dann noch einmal schnorcheln gehen, wobei wir bei diesem Riff fast genauso viel sehen konnten, wie beim Tauchen. Zuguter Letzt gab es Abendessen - uns wurde schon gesagt, dass es bei dem Trip um Tauchen, Relaxen und Essen geht, aber das der letzte Punkt so ausgiebig wahrgenommen wird, war uns doch nicht bewusst. Aber dies ist der Traum eines jeden Backpackers (das Essen waren sogar noch mehr und besser als bei den Whitsundays und das ist krass)!
Da man von Tauchen, Essen uns Nichtstun wirklich müde wird, haben wir immer wieder gepennt und somit war es auch kein wunder, das es relativ bald in die Koje ging. Aber vorher gab es noch Kuchen :D.
Am nächsten Morgen sind wir zu einem anderen Riff gefahren und mussten schon um 7 ins Wasser (vor dem Frühstück) um ein paar letzte Übungen zu machen. An Board gab's wie gewohnt dann Essen und ein kleines Nickerchen, bis es dann zu unserem 2. Tauchgang des Tages ging. Hier haben wir mit unserer Gruppe fast einen reinen Fun-Dive gemacht, es wurde uns nur beigebracht, mit unserem Kompass umzugehen. Und ta-da: wir sind Open water Scuba Diver!! Nach einem ausgiebigen Mittagessen haben mein Tauchbuddy (Alex) und ich uns auf zu unserem ersten Tauchgang alleine gemacht. So gruselig ex auch war, dass man nun auf sich alleine gestellt war, sich unter Wasser zurecht zu finden, desto cooler war es, alleine zu entscheiden, was anzugucken und wohinzuschwimmen.
Nach dem Abendessen, war das Highlight dieses Trips: der Nightdive!
Als wir in voller Montur auf dem Tauchdeck standen, hat es extrem viel Überwindung gekostet, in das Pechschwarzen Wasser zu springen, besonders da man vom Boot aus schon die großen Fische und kleinen Haie sehen konnte. Im Wasser waren werden auch froh als wir endlich alle zusammen waren und es runter ging. Einmal unten angekommen, konnte man selbst ohne Taschenlampe extrem viel sehen, da der Mond alles erleuchtet (wir haben leider keine Bilder, wären aber wahrscheinlich eh nichts geworden). Unser Tauchlehrer hat uns drei riesige Schildkröten gezeigt, welche mindestens 1.5m groß waren. Vor dem Tauchen, hatte er uns außerdem gesagt, dass jeder von uns höchstens 3 mal Gott spielen darf, da wenn man mit der Taschenlampe auf kleine Fische leuchtet, die Jäger dieses als Hilfe nehmen um die Fische zu fangen. Wenn wir welche umgebracht haben, dann nicht mit Absicht! Bei unserem Safety-Stop (eine 3 minütige Pause bei 5m Tiefe), haben haben haben wir alle unsere Taschenlampen ausgeschaltet, damit wir die Haie besser beobachten können und nicht verscheuchen. Sie waren vielleicht nicht so groß wie man sie sich sonst so vorstellt, aber sie sahen enlightens aus wie die Haie, die man sich vorstellt. Sie Stewart alle so zwischen 1.5 und 2m lang. Leider mussten wir dann auch irgendwann wieder hoch, aber auf dem Boot hat wieder Kuchen auf uns gewartet, was washing kleine Entschädigung dafür war :D.
Das Tauchen hat uns so gut gefallen, dass wir entschlossen haben unseren Schein gleich am nächsten (und letzten) Tag zu erweitern. Wir mussten keine Theorieprüfung absolvieren, sind aber trotzdem die wichtigsten Kapitel durchgegangen. Und dann ging es auch schon los auf 30m Tiefe abzusinken. Wir haben kleine Spielchen gemacht und zu sehen wie sich das Licht verändert und zu checken, ob jemand von uns an Tiefenrausch leidet (manchmal werden Taucher bei so einer Tiefe "besoffen"). Da man so weit unten ist, kann man leider auch nicht so lange unten bleiben, ewigen der Tauchgang relativ kurz war. Den zweite Tauchgang dürften wir wieder alleine angehen, mussten aber einen Spezial Tauchgang machen. Alex hat sich für Fotografie entschieden und ich habe Fischbestimmung gemacht. Das heißt Alex its mit der GoPro los und ich habe Zettel oder Karten bekommen, mit verschieden Fischen drauf, um zu erkennen, was genau wir eigentlich sehen. Und schwups sind wir Adventure-Diver und dürfen 30m tief Tauchen (die meisten Schiffwracks sind bei dieser Tiefe und leider haben wir kein so tolles Riff in Deutschland wie hier).
Hiernach wurde Kurs auf Hafen gesetzt und jedem dem nicht eh schon schlecht war wurde ein bisschen blasser. Da aber eh eigentlich alle irgendwo auf dem Boot geschlafen haben, war das den meisten egal :D.
Zurueck am Campingplatz haben wir uns auch nur noch was zu Essen gemacht und sind relativ bald schlafen gegangen. Natuerlich ahben wir uns noch ewigkeiten darueber Unterhalten, was unglaublihces wir eigentlihc gerade erlebt haben und uns die passenden Fotos dazu angeguckt.
Den naechsten tag sind wir ganz entspannt angegangen: lange ausschlafen (wenn man das bei der hitze ueberhaupt so machen konnte), fruehstuchen und dann gemuetlich den Tag planen. Da wir Waesche waschen mussten, haben wir uns diesem Vorhaben zuerst gewibnet. Dieser Campingplatz hatte einen Aircon-TV Raum, was uns beim auf die Waesche warten wirklich entgegen kam. Im Fernsehen kam "Braveheart", weswegen wir dann auch ein wenig laenger in diesem Raum verbracht haben. Leider haben wir gerade mal 20% vom Film verstanden, da Schottisch wirklich nicht einfach zu verstehen ist, wie wir ja bereits auf Fraser Island feststellen mussten.
Als der Film zu Ende war haben wir uns auf in die Stadt gemacht. Wir wollten eigentlich in die Bibliothek, um den Blog zu schreiben, aber leider haetten wir fuer die Computer bezahlen muessen. Also wurde daruas auch nichts. Wir haben uns dann noch ein wenig in der Stadt rumgetrieben, wobei wir uns den "beruehmten" Nachtmarkt angeguckt haben.
Heir haben wir noch einen Plan fuer den naechsten Tag gemacht und haben den Tag so gemuetlich ausklingen lassen, wie er angefangen hat.
Hungrige Shelly und coole Aborigine-Kunst im Shoppingcentre.
Night-MArket in Cairns.
The Dark Knight Rises.
Trainingspool
Shelly
Flughunde, sehr niedlich.


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