Donnerstag, 7. Mai 2015

215. - 217. Tag - Banka Banka und ein richtiges Outback Problem :D

Nachdem wir die letzte Tankstelle von Mt. Isa aus hinter uns gelassen hatten, kamen aufeinmal sehr motivierende Warnschilder wie "Warning! No fuel for the next 260km" und dann "Warning! Strong headwinds increase fuelconsumption", die waren komplett rot, dass heisst wohl die waren wichtig. Und natuerlich das allgegenwaertige "Beware of wandering Stock", was ueberings nicht bedeuted das Ents ueber die Strasse spazieren, sonders das manchmal so dumme Kuehe auf der Strasse stehen.
Die Infos haben sich auch alle schnell bewahrheitet, denn als erstes hatten wir wieder mal ein paar Kuehe die am Rand standen, aber zum Glueck meistens einfach die Flucht zurueck die roten Ebenen einschlugen, wenn unser Stahlross ihnen su nahe kam. Dann haben wir auch festgestellt, das unser Spritverbrauch scheinbar wirklich hoeher war, und man konnte den Wind daran sehen, wie das Grass plattgeweht wurde. Als kleines Extra, so dass man beim Fahren nicht in Langeweile verfaellt, Roadkill in Form vom grossen Roos oder Kuehen einfach mitten auf der Strasse, oder kleine Ueberreste und Aasvoegel die so lange nicht aufgeben wollen auf ihr Fressen einzuhacken, bis man sie fast ueberfaehrt. Einmal hatten wir ein Wallabie welches sich dann von der durch die Hitze flimmernde Strasse in die Luefte erhob und ein riesieger Adler wurde. Ziemlich cool!!! Wir glauben, dass es eigentlich die ganze Zeit ein Adler war, der nur mal Wallabie spielen wollte, aber pshh!
Ansonsten gibt auf diesen Strecken leider nicht so viel zu sehen und das Fahren ist extrem ermuedent.
Allerdings hatten wir lange nicht mehr so angenehme Tempertaturen im Auto wie im Outback.... Stop!  Nette Temperaturen im kochenden Red Center? Jepp, denn wir haben uns gluecklicherweise das Ende der Regenzeit und damit die Phase mit humanen Temperaturen erwischt. Es kann dort bis zu 45 Grad heiss werden und wir hatten nie mehr als 30.
Nach einigem Gefahre kamen wir dann zur ersten Tankstelle auf dieser Strecke. Diese war ein Roadhouse, Campingplatz und Bar&Restaurant gleichzeitig. Bei den Spritpreisen mussten wir einfach volltanken ohne hinzuschauen. :D
und weiter gings... Irgendwo auf dem Weg war auch eine Polizeistation mit drei Haeusern. Da man dort vermutlichen Wohnen muss um seinen Job zu verrichten bin ich froh, dass es sowas in Deutschland nicht gibt. :D
Diese Wache und alle Farms auf dem Weg haben immer so nette Schilder wie "Sorry, no fuel!" oder "Next fuel in 200km, not here!". Wir hatten ja zum Glueck vollgetankt und unsere 20l Reserve mit... aber da wir einem doch etwas komisch, wenn man diese Schilder sieht.
Nur so nebenbei: Wir hatten ja bei einem australischen Automobilclub (RAA) ein Roadservice-Paket gekauft und haetten so von denen jederzeit Hilfe einfordern koennen, sonst haetten wir uns auch wohl kaum mit unserem alten Auto auf diese Strecken gewagt. Ausserdem gibt es auch viele reiche Australier, die mit dicken glaenzeden 4x4s und neusten Wohnwagen diese Strecken langballern. Die haetten uns bestimmt auch helfen koennen. Man fuehlt sich also auch im Outback nicht wirklich so verlassen wie man sich das vielleicht vorstellt. :)
Die restliche Fahrt auf dem Highway 66 ging dann auch irgendwie rum und wir kamen schlussendlich bei der Threeways an. Das ist einfach die Kreuzung wo unser Barkley Highway auf den Stuart Hwy. Man kann sich von da aus entscheiden, ob man noch Darwin, Adelaide oder Quennsland moechte. Fuer und gings dann auf dieser ersten Kreuzung seit fast 600km rechts und also nach Norden Richtung Darwin.
Ziemlich kurz nach dem Abbiegen kamen wir dann zum Threeways-Roadhouse, nochmal volltanken und weiter gings.
Unser Ziel waren ein Campingplatz names Banka Banka Station der sich im Internet echt gut angehört hatte. In der letzten Viertelstunde bevor wir ankamen hatte ich das Gefühl, das irgendwas ziemlich nach Gummiabrieb roch, aber als wir dann auf die Campsite einbogen, war das ja auch egal.
Wir haben dann den Nachmittag entspannt im Schatten eines Baumes verbracht und auch mit unseren Nachbarn gequatscht, die uns einiges über die Communities erzählen konnten. Auf den Outback Strecken sieht man oft Schilder welche die Einfahrt zu verschiedenen Communities markieren. Dort leben dann vorallem Aborigines die versuchen ihre Kultur weiterzuleben, aber dort haben sie dann trotzdem Haeuser und es gibt auch oft ein paar Weisse die dort arbeiten. Allerdings ist das wohl ein sehr alternativer Lebensstil, da man nicht mal so eben zum Supermarkt kann und auch immer aufpassen muss, dass man noch genug Sprit hat um zurueck in die Stadt zu kommen.
Als es dann langsam dunkel wurde haben wir zuegig Bratkartoffeln auf der BBQ-Platte gemacht und uns dann in unser Zelt gekuschelt, denn es war erstaunlich kalt geworden, nachdem die Sonne weg war.

Am naechsten Morgen haben wir uns dann auch wieder schnell fertig gemacht, da wir ja immer einen recht strikten Zeitplan hatten. Als wir dann mit dem Auto losgerollt sind wurde uns sofort klar, dass irgendwas nicht richtig war. Als wir es dann gerade auf den Highway geschafft hatten war uns dann klar: Wir hatten einen Platten!! Waehrend des Losfahrens muss der Reifen wohl langsam komplett die Luft abgelassen haben, denn so einen "Flapp, Flapp" Geraeusch wurde immer lauter. 
Auf diesen Moment waren wir ja bestens vorbereitet und ich hab den Reifen schnell gewechselt... das Problem, war nur der Luftdruck des Neuen, der war naemlich auch sehr schlapp. Wir sind dann direkt umgedreht und wieder zum Campingplatz, da wir wussten, dass die einen ganzen Werzeugschuppen hatten. Die Besitzer waren dann richtig lieb und haben fuer uns direkt den Kompressor angeschmissen und uns gesagt wir sollen ruhig alle Reifen checken und unser zweites Ersatzrad auch aufpumpen. Man sieht also, Australier sind auch im Outback super hilfsbreit! :D
Nach dieser Unterbrechung sind wir dann mit nur einer halben Stunde Verspaetung, nach Shellys Zeitplan, losgekommen. :DAuf dem Weg kamen wir dann noch an so lustigen Sachen wie einem Grassfire das langsam auch Baeume angriff vorbei. Wir haben dann bei der neachsten Tanke gefragt ob da nix gegen gemacht wird. Irgendwie war denen das aber herzlichst egal, weil man da wohl eh kaum etwas gegen tuen kann. Ausserdem war die Regenzeit ja gerade erst vorbei, also ist nicht alles schon so gefaehrlich trocken und die Feuer koennen sich nicht so gut aubreiten. Trotzdem komisch...
Wir kamen dann noch nach Katherine, was die erste Stadt auf unserer Route. Da haben wir kurz ein bisschen frischen Essen eingekauft und waren dann auch schneller durch den Ort durch als gedacht.
Abends kamen wir dann an unserem Ziel Adelaide River (hat aber mal gar nix mit der Stadt Adelaide zu tun) an. Bei der BP Tanke dort konnte man auch campen, war zwar nicht sonderlich toll, aber ja auch nur fuer die eine Nacht.





 Einfach mal irgendwo hochklettern und so :D


 Teures Benzin 0.o
 Eine sehr hilfreiche Karte...


 Kaputt....

 Einmal mit Profis arbeiten...
 Banka Banke Campsite :)






 Feuer und Rauch :\

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