Dienstag, 7. Juli 2015

221. - 222. Tag - Kakadu National Park

Auf dem Weg zum Kakadu-Nationalpark hatten wir ein leichtes Dilemma, da uns klar war, dass hier die letzte Chance war Krokodile zu sehen. Allerdings wussten wir auch, dass alle Kroki-Touren diese Wassermonster füttern damit man sie zu Gesicht bekommt. Letztendlich haben wir uns dann doch hinreißen lassen...
Es war verdammt cool, da es schon krass ist Alligatoren in nur einem halben Meter Entfernung aus dem Wasser springen zu sehen. Der größte Alligator war über drei Meter lang und hatte ganz besonders fiese Augen, konnte wegen eines fehlenden Hinterbeins aber nicht so schnell schwimmen und schon gar nicht hoch hechten. Die kleineren Weibchen kamen beängstigend weit aus dem Wasser!! Die Köder waren zum Glück nur Überreste von einem Schlachthof, also konnten wir das für uns Vegies nochmal so gerade durchgehen lassen. Zwischendurch hat unser Guide dann noch den braunen Kite-Vögeln kleine Stücke zugeworfen, die von diesen Flugkünstlern aus der Luft geschnappt wurden. Super cool!
Wir haben dann auch gelernt, dass alle Flusssysteme mit Krokis verpestet sind. Insgesamt leben dort ca. 100.000 Salzwasserkrokodile, also nie-niemals dort baden! Ok?
Weiter ging es danach zum Aboriginal Culture Center in Jabiru. Das war wirklich interessant, da es auch von Aborigines mit gestaltet wurde. Wirkt jetzt so als sollte das normal sein, leider hatten wir bis dahin aber kaum Orte gesehen, an denen die Geschichte der australischen Ureinwohnern auch mal von ihrer Seite erklärt wurde... was sehr traurig ist.
Der Kakdu-NP gehört aber wohl den Aborigines, weshalb auch viele von diesen dort Ranger sind. Dort wird auch zum Schutz des Waldes ein traditionelles kontrolliertes Abbrennen angewendet, welches vor Großbränden bewahrt und empfindliche Pflanzen schützt. Ziemlich schlau, oder?
Auch sehr pfiffig ist, dass die Wandmalereien immer zeigen, welches essen in der Nähe zu finden ist und wo genau... wenn man das lesen kann. Die andere Sache sind gute/gefährliche Naturereignisse die in Form von Sagen berichtet werden. Eine erste Erklärung konnten wir dann bei unseren nächsten Halt betrachten und durch die Erklär-Schilder auch verstehen. Allerdings sollten diese Geschichten da bleiben wo sie geschrieben/gemalt sind, also müsst ihr wohl ins schöne Australien kommen, um sie zu hören/sehen. Jedenfalls können die Aborigines Gewitterstürme anhand roter Grashüpfer voraussagen, und das ist sogar wissenschaftlich korrekt.
Da die Welt einfach zu klein ist, haben wir genau bei den Höhlenmalereien eine Mitarbeiterin vom Jahrmarkt auf Phillip Island getroffen. Fun Fact: Phillip Island ist so etwa am unteren Ende Australiens und diese Malereien am obersten Ende getrennt von locker 4000 km Land.
Da wir sie seit drei Monaten nicht gesehen hatten gab es viel zu erzählen, aber als die Sonne dann unterging sind sie und ihr Freund schnell zu ihrem und wir dann zu unserem Campingplatz. Auf der kleinen Campsite hatten wir dann ganz besonders viel Spaß, da uns Schwadronen von Mosquitos heimsuchten. In dem Kamp gegen diese Ungetüme ist uns dann noch unsere Suppe übergekocht, wir haben uns die Reste in Becher gekippt und sind dann frustriert ins Auto gekrochen. Da haben wir dann panisch Insektengift gesprüht, da es immer noch überall surrte. Als der Nebel aus Mücken sich dann legte und dank unserer Netze Stille einkehrte, konnten wir in Frieden unser Abendessen trinken und danach schlafen.
Nach diesem nächtlichen Albtraum wollten wir dann nur noch einen Tag im National park verbringen. Wir haben den tag früh mit einer Wanderung zu einem Aussichtspunkt begonnen. danach gefrühstückt, noch mehr Wanderungen gemacht, und ein Aborigine-Museum angeschaut, schwarze Kakadus gesehen und gegen Abend noch einen Hügel mit Blich auf den ganzen Park erklommen, um diesen danach zu verlassen. Gepennt haben wir dann auf einer sehr schönen Rest-Area. Auf dem Weg wurden wir noch von einem behämmerten Redneck bedrängt, der seinen Zigarettenstummel gegen unser Auto warf. zum Glück ist unser Brucie zigarettenstummelsicher gepanzert.
Die Rest-Area war von ein paar Idioten auch sehr zugemüllt worden und wir haben ein paar grobe Sachen weggeräumt damit es netter aussah. Schlafen konnten wir dank der kühleren Luft dort wirklich gut.



Roos!





Der Blitzgott (Mit dem Bogen am Kopf).


Der Gewitterberg.



Black Cockatoos










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