Donnerstag, 16. Juli 2015

230. - 232. Tag - Port Augusta und Flinders Ranges

Die Strecke nach Port Augusta war dankbarerweise nur 5 Stunden fahrt lang, welche wir dann sogar sehr spannend verbrachten. Anfangs wurden wir plötzlich von einem Schwarm Papageien (Corellas) umkreist, dann kamen wir zu den Salzseen die uns zum ersten mal seit mehreren tausenden Kilometern an das Meer erinnerten und dann war da noch Woomera.
Dahin mussten wir ein kleines bisschen abbiegen, aber es hat sich echt gelohnt. Die Stadt war bis vor 35 Jahren militärisches Sperrgebiet und dort wurden viele Raketen und andere gefährliche Dinge getestet. Viele der Maschinen waren öffentlich ausgestellt und da wir zuerst irgendwie gar keine anderen Menschen gesehen hatten, war es auch hier für einen Moment recht gruselig. :D Die Toiletten da waren aber super!
Wir kamen den ganzen Weg über in regelmäßiger besiedelte Gegenden und erreichten dann nachmittags die erste richtige Stadt, Port Augusta. Die ist allerdings nix besonders, weshalb wir auch irgendwie kein einziges Foto gemacht haben.
Die erste Nacht auf einem richtigen Campingplatz war ganz ok, nur die Duschen waren was ganz besonderes, da das Wasser von der Decke regnete... Wassersparen adé. :D
Am nächsten Tag besuchten wir dann die Botanic Gardens of South Australia, wo wir einen entspannten Spaziergang machen konnten und auch endlich mal die Blume gefunden haben, die das Symbol von SA ist. :)
Zurück in der Stadt haben wir uns bei der Touriinfo erkundigt, wie man denn so die Flinders Ranges besuchen kann, und dabei erfahren, dass wir auf einer Route einen gefühlt recht überteuerten Pass bräuchten. So entschieden wir uns dann für eine andere Strecke, die aber in etwa zum selben Ziel führte. Anstatt durch ein Tal im Gebirgszug (teuer), sind wir außen entlang und dann reingefahren (umsonst).
Auf dem Weg gab es einige coole Ruinen von alten Bauernhöfen meist links der Straße, und rechts immer den Ausblick auf die gezackten Bergkämme.
Um in den National Park zu kommen bogen wir dann auf eine Schotterpiste ab, bei der wir uns erstmal nicht ganz sicher waren, ob das jetzt eine gute Entscheidung war. Es standen dann auch regelmäßig Warnschilder die vor überfluteten Furten warnten... Das was da an Wasser auf der Straße zu finden war, konnte man zum glück allerhöchstens als kleinen Bach deklarieren und wir sind mit unserem Bruce nochmal so richtig in den Safari-Modus gegangen. Man konnte aber sehen, dass dort vor kurzem noch sehr viel mehr Wasser unterwegs war, da überall dicke Äste und teilweise Bäume angespült worden waren. :/ Weiter ging es dann immer steil hoch, wo unserer Auto keine Lust drauf hatte, aber uns trotzdem nicht im Stich ließ. Dort gab es dann ganz viele Emus und Kängurus die sich auch bei Tageslicht schon raustrauten und wir sind ein bisschen langsamer gefahren. Beide Arten hatten oft auch ein paar Jungtiere dabei, die ganz niedlich herum hopsten order rannten. :D
Mit dem Ende der Gravel Road kamen wir in ein niedliches Örtchen und fuhren dann auf einer vernünftigen Straße noch ein bisschen in den National Park. Dort erreichten wir dann das Ziel, welches wir uns gesetzt hatten: Die chinesische Mauer. Ihr dürft euch bei den Fotos gerne überzeugen. Ist ein Part der nicht auf den üblichen Tourifotos landet...
Da die Sonne langsam untergehen wollte sind wir dann zügig wieder zurück auf unsere Bergstrecke und bis zu einem Parkplatz, der sogar Mülltonnen hatte. Auf dem Weg hatten wir schon ein paar verrückte Australier gesehen, welche ihre 4x4 über ganz miese Steigungen gejagt hatten um an irgendeiner exponierten Stelle zu campen. Wir waren an unserer Stelle ganz allein, und hatten unsere Ruhe. Nach ein bisschen Sternekucken mit vollgegessenem Bauch rollten wir uns dann gemütlich in unserem Auto ein. :)

Vogel-Angriff :D
Salzsee
Woomera - Raketen etc. 


 Botanic Gardens








 Great Wall of China





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